Philadelphia (1993)
Hollywood Schmonz mit Tom Hanks. Schwuler Anwalt wird befördert und dann unter seltsamen Vorwänden enlassen als sich erste Symptome von AIDS sichtbar machen. Darauf gehr er vor Gericht und gewinnt, bekommt 5 Millionen $ und stirbt. Das 2 Stunden lang mit Pathos, schwulen/homophoben Klischees und Anflügen von artsy Kamera-einstellungen zu surrealen „Momenten“ der Hauptfigur. Dieser Film war wahrscheinlich nur erfolgreich weil niemand Kritik üben wollte, aus Angst danach als homophob zu gelten. Bäh. Wer übrigens wirklich gute Gerichtsfilme schauen will, dem/der empfehle ich 12 Angry Men oder Witness for the Prosecution.
Rating 5/10
Married Life (2007 Ira Sachs)
Harry (Chris Cooper) betrügt seine Frau Pat mit der viel jüngeren Kay. Er möchte amliebsten nur noch mit ihr zusammen sein, getraut sich aber nicht seine Pat zu verlassen, da er ihr nicht weh tun möchte. Stattdessen beschliesst er sie umzubringen (Ach wie glaubhaft). Gleichzeitig spannt ihm sein bester Freund Richard Kay aus und zu all dem merkt er nicht dass ihn seine Frau ebenfalls betrügt. Gerade in der Nacht als er seine Frau vergiftet (so meint er zumindest) fliegt Richards Verhältnis mit Kay auf und er scheint alles an einem Abend verloren zu haben. Glücklicherweise stirbt seine Frau nicht und er lernt von neuem an sie zu schätzen.
An sich ist an der Geschichte nicht viel ausszusetzen. Sie ist lediglich so lasch inszeniert und erzählt, dass sie jegliche Spannung verliert. Die Schauspieler spielen erwartungsgemäss solide, aber nicht herausragend – die Figuren sind dazu zu plump. Dieser Film wurde eindeutig durch die Einfallslosigkeit des Regisseurs vergeigt und beweist wieder einmal, dass ein gutes Cast keinen guten Film macht. Schade. Chris Cooper der in Adaptation oder American Beauty Glanzrollen hatte wird hier als Perle vor die Säue geschmissen.
Rating 5/10
There’s Something About Mary (1998)
In der schmalbrüstigen Hoffnung eine wirklich lustige Komödie zu sehen, habe ich diesen Film geschaut. Nein ich bereue es nicht, und gebe zu ich stehe auf billigen Slapstick. Das ist aber auch das einzige was an diesen Streifen lustig ist.
Zur Geschichte: Ted ist ein erfolgloser Schriftsteller der seine Jugendfreundin Mary nicht überwinden kann. Da sie unnauffindbar ist, heuert er den halbseidenen Detektiven Pat an. Der findet sie in Miami, und verliebt sich gleich in sie. Ted gibt er an, dass Mary mitlerweilen hässlich dick und entstellt ist. Der Rest ist schnell erzählt: Ted findet heraus dass Pat ihn angelogen hat und mary nachgereist ist. alle legen darauf einander aufs kreuz am schluss will Mary nur noch Ted. Hurra.
Die Geschichte an sich ist nichts besonderes, die verfänglichen Situationen sind zwar als humoristische Situation biswilen sogar noch passabel, doch deren Auflösung doch recht plump: So wird z.B. Ted verhaftet weil er verdächtigt wird, einen Menschen kaltblütig in umgebracht zu haben. Ted aber meint er wurde verhafted, weil er einen Autostöppler mitgenommen hat (was in Florida verborten ist). Im Verör gibt er zu „es“ schon unzählige male gemacht zu haben und er bereue gar nichts und würde es jederzeit wieder tun etc. Diese Situation könnte fast endlos auf die Spitze getrieben werden, bloss wird dann in einen anderen Handlungsstrang weggeschnitten und als die Geschichte wieder zurückfindet, sind die Polizisten schon dabei sich zu entschuldigen, denn man habe jetzt den wirklichen Schuldigen gefunden.
In der Wikipedia steht unter „Kritiken“ zu There’s Something About Mary:
Postmoderne“ romantische Komödie, die typische Komik-Situationen durch eine Reihe grober Geschmacklosigkeiten auf eine extreme Spitze treibt und dabei auch vor zynischen Späßen auf Kosten von Minderheiten nicht zurückschreckt.
– Lexikon des Internationalen Films gefunden in der Wikipedia
Wer auch immer das Verfasst hat sollte vielleicht mal Pink Flamingos von John Waters schauen, um sich ein Bild über extreme Spitzen der Geschmacklosigkeit zu machen.
SInd wir mal Milde:
Raring 6/10