Der König des Misanthropen-Humors: Ricky Gervais in Ghost Town

Die Geschichte von Ghost Town ist schmonzettenhaft unbedarft: Der durch und durch misantrope Zahnarzt Bertram Pincus kann nach einem Nahtoderlebnis Geister sehen, was ihm natürlich obermässig auf den Sack geht, umso mehr, weil die Geister alle etwas von ihm wollen. Allen voran Frank Herlihy, der möchte, dass Pincus die anstehende Hochzeit seiner verwitweten Frau Gwen verhindert. Natürlich verliebt sich Pincus in sie und kann sie aber erst gewinnen wenn er selber zu einem besseren Menschen wird.

Soweit die im grunde sehr vorhersehbare Geschichte, etwas kurz erzählt. Was den Film bemerkenswert macht, ist Ricky Gervais’ Leistung als sozial inkompetente Nervensäge Bertram Pincus. Gervais, der in der britischen Version von The Office den oberätzenden Chef David Brent gespielt hat, ist diese Rolle auf den Leib geschrieben. Wie schon in The Office gibt es zuhauf unangenehme Situationen in denen Pincus instinktiv das Falsche macht und sich dann durch irgendwelche unbeholfene Peinlichkeiten aus der Situation zu retten versucht.
Neben seiner äusserst kauzigen Art gibt er zudem billigsten Zahnarzt-Humor zum Besten.
Zu empfehlen, wenn man mehr oder weniger immun gegenüber 0815 Romanzen-Gedöns ist.

Rating 6/10

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